26. Juni 2008

Jujuu, wir haben unsere China-Visa. Sogar fuer zweimalige Einreise.

27. Juni 2008

Heute war es fuer kurze Zeit nicht sicher, ob wir ueberhaupt mit unseren Tickets bis Ulan Bator kommen. Beim Rueckbestaetigen unserer Fluege offenbarte uns die nette Dame von der MIAT, dass Sie von uns fuer den Flug Beijing-Ulan Bator keine Buchung vorliegen hat. Seltsam. Die Flugtickets liegen genau vor mir. Es wird schnell klar, dass die Aussage wohl stimmt und die vor uns liegenden Papiertickets nicht gueltig sind. Zum Glueck schafft es unser Reisebuero uns fuer die Maschine erneut zu buchen - diesmal mit Rueckbestaetigung der Fluggesellschaft. Da wir von der Reisevorbereitung und dem Auszug so erledigt sind, ruft diese Panne bei uns nicht mehr als ein muedes Schulterzucken hervor und einen neuen Punkt auf der To-Do-Liste, der erledigt werden muss.

28. Juni 2008

Endlich ist es soweit, es geht los. Nach fast einem halben Jahr Reisevorbereitung ist es kaum zu glauben, dass wir heute abreisen. In Frankfurt klappt alles problemlos, es gibt diesmal vor den Check-In-Schaltern keine kilometerlangen Schlangen, die sich durch drei Hallen schlaengeln. Und es zeigte sich mal wieder, ich habe gut gepackt. Die Waage zeigte 11,4 Kilogramm an - viel mehr passt auch nicht in meinen Rucksack. Wir kommen gut in Helsinki an und bekommen die 6 Stunden Wartezeit einigermassen gut rum.

29. Juni 2008

Todmuede sind wir in Beijing gelandet. Um 23 Uhr ging im Flieger die Innenbeleuchtung aus und alle sollten die Fensterklappen schliessen, damit es dunkel bleibt. Die Nacht sollte kurz sein. Um 2 Uhr gingen die Lichter wieder an und es wurde Fruehstuck serviert. Ruehrei mit Speck. Kurz darauf landen wir in Peking, Ortszeit 09:30 Uhr. Wir kommen an einem wunderschoenen, funkelndem, neuen Terminal an. Es ist auf Hochglanz poliert. Hier koennte man bedenkenlos vom Fussboden essen. Wir muessen aber weiter zu einem anderen Terminal, von wo unser Anschlussflug geht. Leider ein aelteres Terminal und fuer eine 12-stuendige Wartezeit ungemuetliches und nicht einladendes Gebaude, mit zuwenigen Sitzgelegenheiten und ohne Blick nach draussen. Die Wartezeit wird endlos. Wir gehen essen (chinesich, sehr lecker, sehr scharf und wird bald seine Wirkung zeigen), wir gehen Cafe trinken, wir beobachten die Leute, wir versuchen zu schlafen, aber die Zeit will nicht vorbeigehen. Um 18 Uhr kann man einchecken. Angeblich. Der Schalter oeffnet dann um 19 Uhr, dann ist der Drucker kaputt und alles dauert noch etwas laenger. Die gute Ueberraschung: Wir fliegen Business class. Die schlechte Ueberraschung: Mir geht es inzwischen nicht mehr so gut, das Essen macht sich bemerkbar, ich fuehle mich elend und ich will mich eigentlich nur noch hinlegen. Da flieg ich einmal Business class, bekomme mein Essen auf einer weissen Tischdecke serviert und bekomm dann kaum einen Bissen runter, bestelle mir lieber einen Tee und knabbere an meinem Keks (aber der ist aus der Business Lounge). In Ulan Batar angekommen geht es mir schon wieder etwas besser.

Frankfurt, Helsinki, Peking 28.06.2008-29.06.2008

Gestartet. Die letzten Wochen vergingen wie im Flug. Und jetzt geht der Flug um ein Jahr die verschiedensten Welten zu entdecken. Unsere Zwischenstopps in Helsinki und Peking schonen zwar unser Budget kosten aber jede Menge Zeit und Nerven. Zwei Reisetage, am Ende sieben Stunden Zeitver schiebung. Aber wir sammeln schon erste Eindruecke. Mit jedem Flughafen tauchen wir tiefer in fremde Kulturen ein.
Frankfurt. Ein frueher Abflug sorgt dafuer, dass wir weit weniger Hektik ertragen muessen, als beim letzten Flug. Nach 2 1/2 Stunden erreichen wir Helsinki. dummy1 Die fuenf Stunden Aufenthalt nutzen wir fuer regelmaessigen Koffeinnachschub und intensiver Beobachtung des bunten Flughafenlebens. Dabei entdecken wir sogar mehrere Rentierherden. Das kulturelle Konglomerat, das auf ihre Anschlussfluege wartet, teilt sich dann am abend jeweils in eine indisch, japanisch und chinesisch dominierte Gruppe, die nach Mumbai, Tokio oder Peking fliegt. Wir schliessen uns der chinesischen Gruppe an und freuen uns auf eine schlafgerechtere Umgebung im Flieger.
Peking. Wir haben zwoelf Stunden Zeit, erste Eindruecke im Flughafenbiotop zu sammeln. 1,6 Mrd. Menschen schlagen sich auf den ersten Blick nieder. Kaum ist man aus dem Gate, schon versorgt eine freundlich laechelnde junge Frau jeden mit einem Trolley. Trolleys stehen alle 50m, und jeder dieser Staende wird von Servicepersonal betreut. dummy1 Der Polizist (auch stets freundlich laechelnd), den wir gefragt haben, wie wir an ein Transitvisa kommen, begleitet und eine Viertelstunde von Schalter zu Schalter, bis wir den richtigen Stempel im Reisepass haben. Manja bekommt gratis sogar noch einen falschen dazu, der schleunigst ungueltig gemacht wird. Beim Essen wird uns das Menu gezeigt, die Bestellung aufgenommen, das Essen serviert. Natuerlich von verschiedenen Leuten. Und damit kein Gast zu kurz kommt, wird das ganze geschehen von einer weiteren Person ueberwacht, die dann sofort Anweisungen gibt um die Luecke zu schliessen. Bleibt noch zu erwaehnen, dass auch bei der Kaffeebestellung, die Bestellung, das Dolmetschen, die Bereitung und die Bezahlung parallel von vier Leuten erledigt wird. Ueberwaeltigend, wenn man aus der Dienstleistungswueste Baden ... pardon Deutschland kommt.


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